Zum Inhalt springen

Mehr Schräglage. Mehr Sicherheit. Maximaler Fahrspaß.

kurven.schule® – Professionelle Motorradtrainings seit 2016

Willkommen in deiner Motorradwelt! Ob Einsteiger, Wiedereinsteiger oder Tourenfahrer: Hier lernst du Schräglage, Linienführung und die volle Kontrolle – mit maximalem Fahrspaß.

  • Einsatzgebiet: Rheinland-Pfalz, Saar-Lux / Hunsrück, Taunus / Rhein-Main, Spessart-Rhön & Baden-Württemberg
  • Schwerpunkte: Kurventechnik, Blickführung, Schräglagentraining & Bremssicherheit
  • Level: Vom Basistraining bis zum Kurven-Perfektionstraining

Alpenpässe mit Sozius & Gepäck: Bremstechnik und Fahrwerkseinstellung

  • Stand: Oktober 2026 · Geprüft von André Jung

Eine Passfahrt zu zweit mit beladenen Koffern verändert die Fahrzeuggeometrie und die Bremsphysik drastisch. Wer ohne Anpassung in die Berge startet, riskiert Bremsversagen durch Fading oder instabiles Fahrverhalten in Kehren.

1. Fahrwerksanpassung: Federvorspannung erhöhen

Zusätzliche 70 bis 100 kg auf dem Heck komprimieren das Federbein. Die Folge: Der Lenkkopfwinkel wird flacher, der Nachlauf länger – das Motorrad wird extrem träge und neigt in engen Kehren zum Untersteuern („Push-out“). Zudem setzt in Schräglage früh der Hauptständer oder die Auspuffanlage auf.

  • Federvorspannung hinten: Auf maximale Zuladung vorkomprimieren (Negativfederweg N2 prüfen).
  • Zugstufendämpfung: Sofern einstellbar, um 1–2 Klicks schließen, um Nachfedern und Schaukeln in schnellen Wechselkurven zu unterbinden.
  • Reifendruck: Hinten auf den vom Hersteller empfohlenen Maximalwert für volle Beladung (meist 2,9 bar) anheben.

2. Bremstechnik bergab: Fading und Dampfblasen verhindern

Dauerbremsen auf Passabfahrten (z. B. Großglockner oder Timmelsjoch) überhitzt Bremsbeläge und Scheiben. Überschreitet die Bremsflüssigkeit ihren Siedepunkt, bilden sich Dampfblasen – der Bremshebel fällt schlagartig bis zum Lenker durch!

  • Motorbremse konsequent nutzen: Bergab denselben Gang wählen wie bergauf (2. oder 3. Gang), um die Kompression des Motors als Dauerbremse einzusetzen.
  • Intervallbremsen: Lieber vor Kehren kurz, hart und entschlossen verzögern und die Bremse auf Geraden komplett lösen, damit der Fahrtwind Beläge und Scheiben kühlen kann.

3. Sozius-Kommunikation in Schräglage

Der Beifahrer muss wie ein Rucksack mitgehen: Blick immer über die kurveninnere Schulter des Fahrers, lockere Hände am Haltegriff oder an der Hüfte, kein Gegendrücken gegen die Schräglage.

Wichtiger Hinweis: Diese Antwort ersetzt keine Rechtsberatung und keine TÜV-Prüfung. Stand: 2026-10-05.

Quellen:

  • DIN ISO 611: Bremsanlagen für Straßenfahrzeuge
  • kurven.schule® Fahrwerks- & Soziusdoktrin
  • ÖAMTC / DVR* Unfallforschung Alpenraum

Willst du dein gesamtes Fahrwissen testen?

Starte das 2-Minuten Sicherheits-Assessment
Nächster Schritt

Dein nächstes Motorrad-Training

Alle Termine in Rheinland-Pfalz & Saarland — direkt online buchen.

Trainings ansehen →